Was Business Angels von Hobbygärtnern lernen können

Ende März bis Anfang April beginnt für jeden Hobbygärtner das Spiel von Neuem: eine brachliegende Fläche ist zu bestellen. Zu den Vorarbeiten gehören bspw. das Umgraben und Düngen des Feldes und die Planerstellung zur Einhaltung der Fruchtfolge. Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann entweder gesät oder Jungpflanzen in die Erde gesetzt werden.

Die Hoffnung ist, dass die Saat aufgeht und sich die Jungpflanzen gut entwickeln, um am Ende der Saison eine gute Ernte zu erzielen. Auf dem Weg dahin kann vieles unvorhergesehenes passieren: Der Samen war zu alt oder von minderwertiger Qualität, so dass nur ein Teil der Saat aufgeht. Die Jungpflanzen können beispielsweise durch anfängliche Kälte, zu viel Regen, zu viel Trockenheit oder noch schlimmer – durch einen gefräßigen Hasen oder plündernde Krähen geschwächt oder gar vernichtet werden. Während der Wachstumsphase rücken zudem Schädlinge wie Kartoffelkäfer, Wühlmäuse oder Kohlfliegen den Pflanzen zu Leibe.

Wie erzielt der Hobbygärtner einen guten Ertrag?

Um einen guten Ernteertrag zu erzielen, ist während der ganzen Zeit für eine ausreichende Wässerung zu sorgen, Schädlinge sollten so gut es geht auf natürliche Art bekämpft werden. Das Jäten ist unvermeidlich, denn es hilft den Wettbewerb um die Bodennahrung zugunsten der Nutzpflanzen zu gewinnen. Manchmal ist es sinnvoll, während der Wachstumsphase nachzudüngen.

Als Venture Capital Investor hat man vor der Investition ebenfalls die Aufgabe, das Ertragspotenzial eines Markfeldes zu erkennen, einen Plan zur Bestellung des Marktes zu entwickeln und eine klare Vorstellung zu haben, wie die Produktentwicklung aussehen muss.

Parallelen zum VC

Die natürlichen Unwägbarkeiten, mit denen ein Hobbygärtner zu kämpfen hat, sind auch in Venture Capital zu finden. So wie der Gärtner seinen Plan systematisch befolgen muss, gilt dies auch für einen VC Investor. Er muss sich ständig um seine Jungpflanzen kümmern, ohne vorher genau zu wissen, ob es einen Ernteertrag geben oder wie hoch er ausfallen wird. Wenn der Gärtner systematisch arbeitet, trotz Rückenschmerzen nach der Feldarbeit, juckender Mückenstiche oder regelmäßig schmutziger Fingernägel, wird sein Feld zumindest eine kleine Ernte abwerfen. Ob eine echte Rendite erzielt wird, hängt ab von der Größe der bestellten Fläche und der Anzahl der verschiedenen Pflanzenarten.

Analog im Venture Capital:

die Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Nur auf eine Pflanzenkultur / wenige Investments zu setzen, kann sich als erfolglos erweisen.

Es wird Phasen geben, in denen man seine Arbeit in Frage stellt und aufgeben möchte.

Ein VC Investor, der seinen Plan umsetzt, wird ernten, genauso wie der Hobbygärtner.

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