Meine Suche nach dem #1 Venture Capital Fonds

Meine Suche nach dem nächsten ultimativen  Venture Capital Gewinnerfonds

Meine Erfahrungen als Direktinvestor in Startups haben mich bewogen, künftig fast ausschließlich in VC Fonds zu investieren. Mangelnde Diversifikation bei Direktinvestments ist einer der Gründe. Um das Risiko der einzelnen VC Manager zu reduzieren, haben wir unseren Venture Capital Dachfonds gestartet.

Warum?

Mindestens 50% aller Venture Capital Fonds erzielen Renditen von nur 7% netto p.a. Im Vergleich zu einem reinen Aktienengagement ist dies kein besonderes Ergebnis. Um das Rendite-Risiko-Profil zu verbessern, gehen wir den Weg eines Dachfonds.

Die Diversifikation über 10 bis 15 Einzelfonds bietet die notwendige Balance, mindestens die Performance eines durchschnittlichen VC Einzelfonds zu erreichen.

Unser Core-Satellite-Prinzip geht davon aus, dass wir 60% in Tier1 Fonds investieren, die ein Ergebnis zwischen 1,5x und 2,5x erzielen werden. Im Schnitt erwarten wir von unseren Core-Fonds 2,1x.

Die 40% des Fondsvolumens, die wir in Satelliten investieren, sollen im Schnitt 3,4x erzielen. Dabei gehen wir davon aus, dass einer der Satelliten mindestens 10-12x macht. Im Bereich Blockchain / Dezentralisierung ist dies bspw. kein ungewöhnlicher Renditeerfolg.

Um sich als Satellit für unseren Dachfonds zu qualifizieren, muss der Einzelfonds die Chance auf einen 10x Gewinn haben. Wir schätzen, dass dafür nur wenige Themenbereiche in Betracht kommen. Dies sind u.E. die Bereiche Gaming/ eSports, LifeScience/eHealth und Robotics / Artificial Intelligence. In allen drei Bereichen spielen BigData und Cloud/Mobile eine wichtige Rolle. Blockchain dürfte in allen drei Bereichen Einsatzmöglichkeiten bieten. Deshalb führen wir die Technologie der Dezentralisierung nicht separat. Ein weiterer Grund ist, dass wir glauben, dass Blockchain zur Zeit noch viel technologische Entwicklungsarbeit vor sich hat und sich deshalb im Bereich der technologieunterstützenden Anwendungen die höchsten Opportunitäten bieten. Software für konkrete Blockchain-Anwendungen wird erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Fokus rücken.

Warum ist unser Ansatz ein effizienter Portfoliobaustein?

Angenommen, unsere Satelliten erzielen nur durchschnittliche Renditen (TVPI 2x). Für unseren Dachfonds würde dies bedeuten, dass wir trotzdem einen angemessenen Return von ca. 2x erreichen werden. Sollte es uns jedoch gelingen, in einen Fonds mit ähnlicher Performance wie der Union Square Ventures 2004 (TVPI 14x) oder der Accel V (VintageYear 1996, TVPI 19x) zu investieren, wird unser Dachfonds eine außergewöhnlich gute Performance von mehr als 3x (TVPI) erreichen. Die Digitalisierung und Web 3.0 dürften uns vom technologischen Zyklus her helfen, das Renditeziel von 2,5x zu erreichen.

Obwohl Venture Capital Fonds global hohe Zuflüsse verzeichnen, ist das fundraising für kleinere VC’s nicht einfach. Die Zuflüsse gehen meist zugunsten etablierter, großer VC Fonds mit Fondsvoluminas > 250 Mio. EUR. Statistisch ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese großen Fonds Renditen von mehr als 2x erzielen werden[1]. USV2004 hatte eine Fondsgröße von 125 Mio. USD.

Deshalb fokussieren wir uns ausschließlich auf Fondsgrößen kleiner 250 Mio. EUR. Als weiteres wichtiges Kriterium bei der Suche nach dem ultimativen Gewinnerfonds schauen wir uns das persönliche Netzwerk des Managementteams an. Ist der General Partner ausreichend mit anderen VC’s vernetzt, dürften konträre Brancheneinschätzungen ausgeschlossen sein. Dadurch vermeiden wir totale Fehleinschätzungen. Vielmehr geht es darum, dass die VC’s die Trends erkennen.

„Die Flut hebt alle Boote; erst bei Ebbe wird es kritisch“.

VC’s, die nahe oder in “Ebbephasen” investieren, wollen wir aus Risikoüberlegungen möglichst ausschließen. Ob dann der Einzelfonds den Unicorn erwischt oder den „lagger“, der auch mit 5x-10x veräußert werden kann, ist nicht entscheidend, aber es minimiert das Risiko von VC als Portfoliobaustein weiter.

2017 hatten in Europa 54 Venture Capital Fonds ihr final closing. Die durchschnittliche Fondsgröße lag bei 137 Mio. EUR (Quelle pitchbook). Mit einer ähnlichen Größenordnung an final closings ist für 2018 zu rechnen.

Unsere Aufgabe ist, in ca. 25 bis 30 Fonds, die statistisch underperformen werden, nicht zu investieren. In unserem Selektionsprozess muss es uns gelingen, nur 1 bis 2 Investments in den Top 15 (aus knapp 60) zu platzieren.

Nicht unbedingt die leichteste Aufgabe, aber keine unrealistische und unlösbare.

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[1] Ein bemerkenswertes Ergebnis der Kauffman-Studie ist, dass Venture Fonds mit Fondsvolumina < 250 Mio. EUR signifikant bessere Ergebnisse erzielt als die Fonds mit > 250 Mio. EUR. 83% der großen Fonds (>250 Mio. EUR) haben Renditen < 1,5x erzielt, bei den kleineren (<250 Mio. EUR) waren es nur 54% der Fonds mit Renditen < 1,5x.

Die englische Version finden Sie unter medium.com.

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